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Einführung in die Geschichte des Körpers: Theorien, Methoden und Perspektiven - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer 198907 Kurztext
Semester SS 2022 SWS 2
Teilnehmer 1. Platzvergabe 20 Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe 35
Rhythmus keine Übernahme Studienjahr
Credits für IB und SPZ
E-Learning
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Zur Zeit keine Belegung möglich
Abmeldefristen A1 - Belegung ohne Abmeldung    21.02.2022 09:00:00 - 05.04.2022 08:29:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung nur durch die Dozierenden möglich.
A2 - Belegung mit Abmeldung 2 Wochen    05.04.2022 08:30:00 - 25.04.2022 23:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung auch durch die Teilnehmenden möglich.
A3 - Belegung ohne Abmeldung    26.04.2022 00:00:01 - 22.08.2022 07:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung nur durch die Dozierenden möglich.
Termine Gruppe: 0-Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson (Zuständigkeit) Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe
Einzeltermine anzeigen Di. 10:00 bis 12:00 w. 12.04.2022 bis
12.07.2022
Zwätzengasse 4 - Seminarraum Z4 Laukötter, Anja, Universitätsprofessor Dr. ( verantwortlich ) findet statt  
Gruppe 0-Gruppe:



Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Laukötter, Anja, Universitätsprofessor, Dr. verantwortlich
Zuordnung zu Einrichtungen
Seminar für Volkskunde und Kulturgeschichte
Inhalt
Kommentar

 

Bachelor

BA_KG 2 B, BA_KG 4 B

Master

MKG 3 B, MKG 4 B, MWKG

Die Militarisierung des Körpers im 19. Jahrhundert oder im Ersten und Zweiten Weltkrieg, Körperkultur im Kaiserreich, Körperpolitik innerhalb der 1968er Bewegung, Körpermärkte des Kapitalismus oder die Verwissenschaftlichung des Körpers: Was heißt das eigentlich? Was bedeutet es, den Körper zum Gegenstand einer kulturhistorischen Arbeit zu machen? Und wie lässt sich das in die Praxis umsetzen?

Das Seminar versucht, auf diese Fragen konkrete Antworten zu geben. So thematisiert es den Körper in seinen verschiedenen Ausprägungen und Bedeutungsformen in der Geschichte der Moderne. Dabei werden wir zunächst Zugänge zur Geschichte und Erforschung des Körpers suchen. Hierfür werden wir einschlägige Texte lesen und diskutieren. So soll konkret aufgezeigt werden, welche theoretischen Konzepte und Methoden zur Verfügung stehen. Zudem werden wir gemeinsam anhand der aktuellen Forschungsliteratur und zahlreicher Quellen die verschiedenen gegenwärtigen Perspektiven auf die Geschichte des Körpers analysieren. Konkrete historische Beispiele sollen körpergeschichtliche Veränderungen, aber auch Kontinuitäten in den verschiedenen politischen Systemen deutlich werden lassen. Dabei werden soziale, politische, militärische, ökonomisch-kommerzielle, wissenschafts- und medienhistorische Dimensionen im Vordergrund stehen. Geschlechtsspezifische Unterschiede werden wir selbstverständlich immer mitdiskutieren. Im Seminar werden außerdem Aspekte der materiellen Kultur im Hinblick auf die Körpergeschichte Eingang finden.

In räumlicher Hinsicht konzentriert sich das Seminar auf die deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus werden auch globale Dimensionen in der Geschichte des Körpers durch die Betrachtung westeuropäischer, kolonialer und transatlantischer Entwicklungen und Einflüsse in den Blick genommen.

Grundlage des Seminars sind Analysen der gegenwärtigen wissenschaftlichen Literatur sowie umfassendes Quellenmaterial, u. a. Zeitungs-, Radio-, Film- und Fernsehbeiträge, zudem städtische und staatliche, aber auch Ego-Dokumente wie Leserbriefe und Tagebücher und Objekte. Zudem ist ein Filmabend zum Thema im Kino Schillerhof geplant, außerdem eine Exkursion in das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden.

Literatur

Einführende Literatur: Barbara Duden: Frauen-„Körper“: Erfahrung und Diskurs (1970–2004), in: Ruth Becker/Beate Kortendiek (Hrsg.): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorien, Methoden, Empirie, Wiesbaden 2010, S. 601–615. Pascal Eitler/Monique Scheer: Emotionengeschichte als Körpergeschichte. Eine heuristische Perspektive auf religiöse Konversionen im 19. und 20. Jahrhundert, in: Geschichte und Gesellschaft 35 (2009), S. 282-313. Pascal Eitler: Sexualität als Ware und Wahrheit. Körpergeschichte als Konsumgeschichte, in: Heinz-Gerhard Haupt/Claudius Torp (Hrsg.): Die Konsumgesellschaft in Deutschland 1890–1990. Ein Handbuch, Frankfurt a. M. 2009, S. 370-388. Michel Foucault: Macht und Körper. Ein Gespräch mit der Zeitschrift Quel Corps?, in: ders. (Hrsg.): Mikrophysik der Macht. Über Strafjustiz, Psychiatrie und Medizin, Berlin 1976, S. 105–123. Michel Foucault: Die Machtverhältnisse durchziehen das Körperinnere. Gespräch mit Lucette Finas, in: ders.: Dispositive der Macht. Über Sexualität, Wissen und Wahrheit, Berlin 1978, S. 104–117. Maren Lorenz: Leibhaftige Vergangenheit. Einführung in die Körpergeschichte, Tübingen 2000. Maren Möhring: Marmorleiber. Körperbildung in der deutschen Nacktkultur (1890-1930), Köln 2004. Bernd Wedemeyer-Kolwe: „Der neue Mensch“. Körperkultur im Kaiserreich und in der Weimarer Republik, Würzburg 2004. Philipp Sarasin: ‚Mapping the body’. Körpergeschichte zwischen Konstruktivismus, Politik und ‚Erfahrung‘, in: ders.: Geschichtswissenschaft und Diskursanalyse, Frankfurt a. M. 2003, S. 100–121.

Bemerkung

Voraussetzung für den Erwerb von Leistungspunkten: Die Modulprüfung besteht in der Abfassung einer Hausarbeit. Für Masterstudierende ist ein Referat im Seminar verpflichtend. Erwartet wird die regelmäßige, aktive Teilnahme.

Bemerkungen: Referate für das Modul „Fachspezifische Schlüsselqualifikationen FSQ“ im Bachelorstudiengang sind möglich.

Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SS 2022 , Aktuelles Semester: WiSe 2022/23

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