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PRAESENZ (PRESENCE): Red Feminism oder Feminist Socialism? Die "unglückliche Ehe des Marxismus und Feminismus" - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Blockveranstaltung Langtext
Veranstaltungsnummer 198722 Kurztext
Semester SS 2022 SWS 2
Teilnehmer 1. Platzvergabe 25 Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe 30
Rhythmus keine Übernahme Studienjahr
Credits für IB und SPZ
E-Learning
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Zur Zeit keine Belegung möglich
Abmeldefristen A1 - Belegung ohne Abmeldung    21.02.2022 09:00:00 - 05.04.2022 08:29:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung nur durch die Dozierenden möglich.
A2 - Belegung mit Abmeldung 2 Wochen    05.04.2022 08:30:00 - 25.04.2022 23:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung auch durch die Teilnehmenden möglich.
A3 - Belegung ohne Abmeldung    26.04.2022 00:00:01 - 22.08.2022 07:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung nur durch die Dozierenden möglich.
Termine Gruppe: 0-Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson (Zuständigkeit) Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe
Einzeltermine anzeigen Fr. 16:00 bis 20:00 Einzel-V. 22.04.2022 bis
22.04.2022
Carl-Zeiß-Straße 3 - SR 274   findet statt  
Einzeltermine anzeigen Fr. 16:00 bis 20:00 Einzel-V. 06.05.2022 bis
06.05.2022
Carl-Zeiß-Straße 3 - SR 274   findet statt  
Einzeltermine anzeigen Sa. 10:00 bis 18:00 Einzel-V. 21.05.2022 bis
21.05.2022
Carl-Zeiß-Straße 3 - SR 274   findet statt  
Einzeltermine anzeigen Sa. 10:00 bis 18:00 Einzel-V. 25.06.2022 bis
25.06.2022
Carl-Zeiß-Straße 3 - SR 274   findet statt  
Gruppe 0-Gruppe:



Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Otterstein, Janette verantwortlich
Zuordnung zu Einrichtungen
Institut für Soziologie
Inhalt
Kommentar

Kann marxistische Theorie die Unterdrückung von Frauen* erfassen oder bedarf sie einer Erweiterung durch feministische Theorie? Wodurch entsteht Frauen*unterdrückung überhaupt? Existiert sie klassenübergreifend als Patriarchat? Was ist ihre Ursache? Und sind Marxismus und Feminismus hier nicht gleichsam rassismusblind? Wie erklären sie die spezifische Unterdrückung und Ausbeutung Schwarzer Frauen? Wer sind die Unterdrücker*innen und wer die Bündnispartner*innen im Kampf um Emanzipation? Geht Sozialismus und Klassenkampf überhaupt ohne Feminismus oder Frauen* und bezieht sich Marx(ismus) nur auf männliche, weiße Industriearbeiter, wie von feministischer Seite oft behauptet?

 

Viele Antworten auf diese Fragen sind in den letzten vierzig Jahren in Vergessenheit geraten. Zwar ist das Verhältnis von Marxismus und Feminismus schon in den 1970er Jahren ein angespanntes, aber es scheint als würde heute die bloße Behauptung einer marxistischen Abwertung von patriarchaler oder rassistischer Unterdrückung als „Nebenwiderspruch“ genügen, um sich nicht weiter mit marxistischen Beiträgen zu beschäftigen. Dadurch bleiben Hintergründe und Entstehungskontexte heutiger Debatten verborgen, z.B. zu Intersektionalitätstheorie im Kontext von Neue Linke, Sozialismus-Feminismus, Marxismus-Feminismus und Schwarzem Feminismus/Schwarzer Befreiungsbewegung. Aber auch die Debatte um Identitäts- vs. Klassenpolitik speist sich zum großen Teil aus der Unkenntnis oder Umdeutung sozialistischer Bewegungen.

 

Das Seminar zielt daher einerseits auf die „Wiederentdeckung“ klassisch marxistischer und sozialistischer Analysen im Kontext feministischer Themengebiete, andererseits auf einer Befähigung zur Unterscheidung der verschiedenen theoretischen Strömungen (Marxismus-Feminismus, sozialistischer Feminismus, Radikalfeminismus) und ihrer Relevanz für heutige Auseinandersetzungen zum Verhältnis von Kapitalismus, Rassismus und Frauen*unterdrückung.

Leitfragen des Seminars sind:

1) Was wird jeweils unter Marxismus und Feminismus verstanden? Welche Positionen gibt es?

2) In welcher Relation stehen Kapitalismus und Frauen*unterdrückung/Patriarchat und was ist ihre Ursache?

3) Was folgt aus der Gesellschaftsanalyse für die politische Strategie?

 

Bisherige Themen der Arbeitsgruppen des Blockseminars:

  1. Ist Marx(ismus) geschlechtsblind?
  2. Sozialist*innen und die Frauenfrage um 1900
  3. Das Verhältnis von Produktion und Reproduktion, Hausarbeitsdebatte
  4. Intersektionalität aus sozialistisch-feministischer und marxistisch-feministischer Sicht
Literatur

1. Sitzung:

- Lydia Sargent (1981): NEW LEFT WOMEN AND MEN: THE HONEYMOON IS OVER, in: dies. (Hrsg.): Women and Revolution. A Discussion of the Unhappy Marriage of Marxism and Feminism, Black Rose Books (Montréal): ix-xxix.

Einführend:

- Frigga Haug (2010): Sozialistischer Feminismus: Eine Verbindung im Streit, in: Ruth Becker & Beate Kortendiek: Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung, Wiesbaden, S. 52-58.

Bemerkung

Das Seminar findet als Blockseminar statt. Es wird selbstständig in Gruppen ein Themenfeld erarbeitet und im letzten Block eine Stunde dazu gestaltet.

Ablauf:

  1. 22.04.2022 16-20 Uhr Einführung, Was ist sozialistischer und marxistischer Feminismus?
  2. 06.05.2022, 16-20 Uhr Heidi Hartmann „Marxismus und Feminismus – eine unglückliche Ehe“, Aufteilung der Gruppen
  3. 21.05.2022 10-18 Uhr Zwischenevaluation der Gruppen
  4. 25.06.2022 10-18 Uhr Präsentation der Gruppen

Sollten die Seminarzeiten aufgrund von Sorgeverpflichtungen ein Hindernis zur Teilnahme darstellen, nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf.

 

Voraussetzungen

Eine aktive Mitarbeit in einer der Gruppen, inkl. Präsentation und Handout.

Leistungsnachweis

Hausarbeit

20-15 Seiten, Orientierung an der Handreichung des Instituts

 

mündliche Prüfungen:

20min, 2 Themenblöcke mit je zwei Thesen und angemessenem Literaturkorpus

Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SS 2022 , Aktuelles Semester: WiSe 2022/23

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