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PRAESENZ (PRESENCE): Eigentumsverhältnisse im Wandel [Fortsetzung] - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Lehrforschungsprojekt Langtext
Veranstaltungsnummer 186121 Kurztext
Semester WS 2021 SWS 4
Teilnehmer 1. Platzvergabe 15 Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe 20
Rhythmus Jedes Semester Studienjahr
Credits für IB und SPZ
E-Learning
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Standardbelegung Wintersemester ab Mitte August/ Sommersemester ab Mitte Februar
Abmeldefristen A1 - Belegung ohne Abmeldung    23.08.2021 09:00:00 - 07.10.2021 07:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung nur durch den Dozenten möglich.
A2 - Belegung mit Abmeldung 2 Wochen    07.10.2021 08:00:00 - 01.11.2021 23:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung auch durch den Teilnehmer möglich.
A3 - Belegung ohne Abmeldung    02.11.2021 00:00:01 - 21.02.2022 07:59:59    aktuell
Nach Zulassung ist eine Abmeldung nur durch den Dozenten möglich.
Termine Gruppe: 0-Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson (Zuständigkeit) Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe
Einzeltermine anzeigen Di. 12:00 bis 16:00 w. 19.10.2021 bis
08.02.2022
Carl-Zeiß-Straße 3 - SR 121   findet statt  
Gruppe 0-Gruppe:



Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
van Dyk, Silke, Universitätsprofessor, Dr.disc.pol. verantwortlich
Module / Prüfungen
Modul Prüfungsnummer Titel VE.Nr. Veranstaltungseinheit
BASOZ 1.6 Lehrforschung
P-Nr. : 11071 Lehrforschung Hausarbeit
11072 Lehrforschung Seminar
BASOZ 51 Lehrforschung
P-Nr. : 102151 Lehrforschung: Hausarbeit oder schriftliche Ersatzleistung
102153 Lehrforschung: Seminar
Zuordnung zu Einrichtungen
Institut für Soziologie
Inhalt
Kommentar

•Zur Eigentumsvergessenheit der Soziologie – warum und wie die Soziologie zu einer Wissenschaft der Verteilung wurde, zulasten der Analyse von Eigentums- und Klassenverhältnissen

•Strukturwandel des Eigentums im Gegenwartskapitalismus: Während nach 1989 privates Eigentum weltweit an Bedeutung gewonnen hat, sich immer weiter konzentriert hat und zunehmend dereguliert wurde, erweist sich die daraus erwachsene Eigentumsordnung angesichts neuer ökonomischer, politischer und technologischer Herausforderungen zugleich als krisenanfällig und hochgradig umstritten. Sie wird nicht nur durch die globalen ökonomischen Finanz- und Wirtschaftskrisen herausgefordert, sondern auch durch politische Konflikte um die Aneignung, Verteilung und Einhegung von Privateigentum sowie durch Dynamiken der Wissens- und Bioökonomie, mit denen sich alternative Entwürfe von Gemeingütern, geteilter Nutzung und freiem Zugang verbinden. Eigentumsverhältnisse und ihr Wandel betreffen so unterschiedliche Themenfelder und Fragen wie die Bedeutung von Erbschaften, die Patentierung von Gensequenzen, die Deregulierung des Kündigungsschutzes, das Streaming von Filmen, die Privatisierung des öffentlichen Nahverkehrs, die Organisation von Sharing Economies, das Leben von Rentiers, das gemeinsame Wirtschaften in der Kommune, die Zunahme der Vermögenskonzentration, den Zusammenhang von Eigentum und politischem Einfluss u.v.m. •Der Wandel von Eigentumsverhältnissen ist mit dem Wandel von Alltagspraktiken und Deutungsmustern, von Sozial-, Selbst- und Weltverhältnissen verknüpft. Diese Entwicklungen werden wir für ausgewählte empirische Felder qualitativ erforschen.  

•Im Sommersemester lesen wir zunächst Grundlagenliteratur zu Eigentum und Eigentumsverhältnissen, gefolgt von aktuellen Studien und Diagnosen zum Wandel von Eigentumsverhältnissen. Eine zentrale Rolle in den Grundlegungen spielt die Differenzierung unterschiedlicher Eigentumsformen (Privateigentum, öffentliches Eigentum, Gemeineigentum) im historischen, feld- und länderspezifischen Vergleich. Wir vertiefen insbesondere die Themenfelder ‚Eigentum und Gerechtigkeit‘, ‚(Ver-)Erben‘, ‚Geistiges Eigentum‘, ‚Alternative Eigentumsformen und Alternativen zum Eigentum‘. •Die letzten vier Sitzungen des Sommersemesters sind der Einführung in das Feld der qualitativen Sozialforschung im Allgemeinen sowie in konkrete Erhebungsmethoden im Besonderen gewidmet. In den Sommersemesterferien erfolgt die Haupterhebungsphase (vgl. Organisation des Forschungsprozesses). Das Wintersemester beginnt mit einer Einführung in qualitative Methoden der Datenauswertung und greift parallel den inhaltlichen Faden wieder auf. Es erfolgt eine zweite Phase der Nacherhebung.

•In dieser Lehrforschung lernen Sie qualitative Erhebungs- und Auswertungsmethoden kennen und zwar mit einem Schwerpunkt auf der Erhebung und Auswertung von Interviews, wobei unterschiedliche Interviewformen und interaktive Formate eine Rolle spielen werden: neben problemzentrierten und biographischen Einzelinterviews werden wir mit Expert*inneninterviews und Gruppendiskussionen arbeiten. Wir machen uns in methodologischer Hinsicht mit dem Forschungsfokus, den Fragen und Perspektiven qualitativer Forschung vertraut, um dann verschiedene, konkrete qualitative Methoden und die mit ihnen verbundene Forschungsprogrammatik kennenzulernen, so insbesondere die Grounded Theory, die Dokumentarische Methode und die Narrationsanalyse.

Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2021/22 gefunden:
BASOZ 51 Lehrforschung  - - - 2

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