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Avishai Margalit: Politik der Würde - Über Theorie und Praxen der Achtung und Verachtung - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Proseminar Langtext
Veranstaltungsnummer 173400 Kurztext
Semester SS 2020 SWS 2
Teilnehmer 1. Platzvergabe 40 Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe 40
Rhythmus keine Übernahme Studienjahr
Credits für IB und SPZ
E-Learning-Plattform Moodle  
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Standardbelegung Wintersemester ab Mitte August/ Sommersemester ab Mitte Februar
Abmeldefrist derzeit keine Abmeldung von zugelassenen Lehrveranstaltungen möglich
Termine Gruppe: 0-Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson (Zuständigkeit) Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe
Einzeltermine anzeigen Do. 14:15 bis 15:45 w. 16.04.2020 bis
16.07.2020
Zwätzengasse 12 - Z1   findet statt  
Gruppe 0-Gruppe:



Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Freitag, Gloria verantwortlich
Module / Prüfungen
Modul Prüfungsnummer Titel VE.Nr. Veranstaltungseinheit
LA-Phi 3.3 Schwerpunkt II
P-Nr. : 40561 Schwerpunkt II AB-Prüfung (Hausarbeit oder Klausur)
40562 Schwerpunkt II: Seminar
LA-Phi 3.2 Schwerpunkt I
P-Nr. : 40551 Schwerpunkt I AB-Prüfung (Hausarbeit oder Klausur oder Essay)
40553 Schwerpunkt I: Seminar
BA-Phi 4.2 Akzent II
P-Nr. : 12101 Akzent II mündlich
12102 Akzent II Seminar
BA-Phi 4.1 Akzent I
P-Nr. : 12092 Akzent I Hausarbeit
12095 Akzent I Seminar
BA-Phi 2.1 Praktische Philosophie
P-Nr. : 12032 Praktische Philosophie AB-Prüfung zum Seminar (Hausarbeit oder Klausur)
12036 Praktische Philosophie Seminar
Zuordnung zu Einrichtungen
Institut für Philosophie
Inhalt
Kommentar

In seinem Buch „Politik der Würde“ (engl. 1996, dt. 1997) entwickelt Avishai Margalit in aufmerksamer Auseinandersetzung mit Beispielen demütigender Verhältnisse aus Geschichte und Politik einen normativen Gesellschaftsentwurf: das Konzept der anständigen Gesellschaft. Eine Gesellschaft ist dann anständig, so Margalits These, wenn ihre Mitglieder nicht durch die Institutionen dieser Gesellschaft in ihrer Selbstachtung verletzt, d.h. gedemütigt werden.

Wer aber zählt zu den Mitgliedern einer Gesellschaft? Wie lässt sich die spezifische Verletzungsmacht von Demütigung verstehen und aus welcher Perspektive kann überhaupt bestimmt werden, ob eine Geste, ob Worte oder andere Handlungen demütigend sind? Und welche normative und politische Relevanz kommt solchen Verletzungen und ihrer Vermeidung zu? Aus der Sicht von Margalit eine sehr hohe, denn er räumt der Einrichtung einer anständigen Gesellschaft einen gewissen Vorrang gegenüber der zivilisierten und der gerechten Gesellschaft ein.

Diese und weitere Fragen und die zentralen Unterscheidungen, die Margalit auf dem Weg seiner Begründung einer anständigen Gesellschaft vornimmt, sollen im Seminar gemeinsam erarbeitet und diskutiert werden. Das Seminar ist als Lektüreseminar konzipiert. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, im Laufe des Semesters den gesamten Text in intensiver Lektüre vor- und nachzubereiten.

Literatur

Avishai Margalit: Politik der Würde. Über Achtung und Verachtung. Aus dem Englischen von Gunnar Schmidt und Anne Vonderstein. Frankfurt a. M. 2012. [277 Seiten]

Avishai Margalit: The Decent Society. Cambridge, Mass. 1996.

Zur Einführung:

Avishai Margalit: Menschenwürdige Gleichheit. In: Gleichheit oder Gerechtigkeit. Texte der neuen Egalitarismuskritik. Hrsg. von Angelika Krebs. Frankfurt a. M. 2000. S. 107–116.

Christian Neuhäuser: In Verteidigung der anständigen Gesellschaft. In: Menschenwürde und Demütigung. Die Menschenwürdekonzeption Avishai Margalits. Hrsg. von E. Hilgendorf/T. Hörnle.  Nomos 2013. S. 109–125.

Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2020 gefunden:
Proseminare  - - - 1

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