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Hume. Prinzipien der Moral - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Proseminar Langtext
Veranstaltungsnummer 173389 Kurztext
Semester SS 2020 SWS 2
Teilnehmer 1. Platzvergabe 25 Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe 25
Rhythmus keine Übernahme Studienjahr
Credits für IB und SPZ
E-Learning-Plattform
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Standardbelegung Wintersemester ab Mitte August/ Sommersemester ab Mitte Februar
Abmeldefrist derzeit keine Abmeldung von zugelassenen Lehrveranstaltungen möglich
Termine Gruppe: 0-Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson (Zuständigkeit) Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe
Einzeltermine anzeigen Mo. 14:15 bis 15:45 w. 14.04.2020 bis
17.07.2020
Zwätzengasse 9a - Z3   findet statt  
Gruppe 0-Gruppe:



Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Kienzler, Wolfgang, Privatdozent, Dr. phil. habil. verantwortlich
Module / Prüfungen
Modul Prüfungsnummer Titel VE.Nr. Veranstaltungseinheit
LA-Phi 3.3 Schwerpunkt II
P-Nr. : 40561 Schwerpunkt II AB-Prüfung (Hausarbeit oder Klausur)
40562 Schwerpunkt II: Seminar
LA-Phi 3.2 Schwerpunkt I
P-Nr. : 40551 Schwerpunkt I AB-Prüfung (Hausarbeit oder Klausur oder Essay)
40553 Schwerpunkt I: Seminar
BA-Phi 4.2 Akzent II
P-Nr. : 12101 Akzent II mündlich
12102 Akzent II Seminar
BA-Phi 4.1 Akzent I
P-Nr. : 12092 Akzent I Hausarbeit
12095 Akzent I Seminar
BA-Phi 3.1 Geschichte der Philosophie
P-Nr. : 12052 Geschichte der Philosophie AB-Prüfung zum Seminar (Hausarbeit oder Klausur)
12057 Geschichte der Philosophie Seminar
BA-Phi 2.1 Praktische Philosophie
P-Nr. : 12032 Praktische Philosophie AB-Prüfung zum Seminar (Hausarbeit oder Klausur)
12036 Praktische Philosophie Seminar
Zuordnung zu Einrichtungen
Institut für Philosophie
Inhalt
Kommentar

David Hume betrachtete gegen Ende seines Lebens von all seinen Büchern die „Untersuchung über die Prinzipien der Moral” als das „ohne Zweifel Beste”, was er je geschrieben hatte. Er war davon überzeugt, damit die Diskussion darüber, worauf denn moralische Beurteiluneg beruhen, auf eine völlig neue, und auch endgültig richtige Grundlage gestellt zu haben. Die end- und erfolglos diskutierte Diskussion darüber, ob der Mensch ein eher egoistisches oder ein altruistisches Lebewesen sei, erwes sich für Hume als gegenstandslos und irregeleitet. Auch eine (rationalistische) Begründung der Moral aus der Vernunft lehnte Hume ab, da reines Denken für ihn keine handlungsmotivierende Kraft haben kann. Für ihn kam nur eine Begründung aus unseren Emotionen in Frage (wobei der hier einschlägige Begriff der Emotion nicht ganz leicht zu klären ist: er hat einige Verwandtschaft mit dem, was Kant die "Achtung fürs Gesetz" nennt). Dabei aber mussten Fragen des Eigeninteresses augeblendet bleiben. Für Hume kann nur das Gefühl einer unmittelbaren Bejahung oder aber Verwerfung und Ablehnung von Handlungsweisen die Quelle moralischer Unterschiede sein .Als "einfache Methode", diese Dinge zu klären, schlägt Hume vor, dass wir die sprachlichen und praktischen Formen, mit denen Menschen andere Menschen loben oder tadeln, untersuchen.

Auch die Nützlichkeit (die später im Utilitarismus zum zentralen Wert aufgestiegen ist) ist für Hume nur ein Mittel, für das ein Zweck immer schon vorausgesetzt werden muss. Als letzten Zweck in der Beurteilung des Handelns bleibt als moralisch entscheidend übrig, dass uns selbst oder anderen eine Handlung "angenehm" ist, d.h. dass sie ein positives Gefühl in uns selbst oderin  anderen auslöst. Das Nützliche dagegen wird nur wegen seiner Folgen geschätzt, weil wir nämlich davon erwarten, dass es zu angenehmen Empfindungen führen wird.

Hume fasst seine Ethik dann (in Abschnitt 9, Teil I) in knapper Form so zusammen: moralisch positiv bewertet wird genau dasjenige, was entweder für uns selbst oder für andere angenehm oder nützlich ist. Hume begründet so eine Ethik, in der etwa die Pflicht gerade keine zentrale Rolle einnimmt.

Im Seminar wird der Text gemeinsam gelesen und diskutiert. Insbesondere werden wir Vergleiche zu anderen Arten, über die Ursprünge der Moral bzw. Ethik ziehen.

Vorausgesetzt ist die Bereitschaft und Fähigkeit, sich mit einem sehr gut geschriebenen, aber auch sprachlich und gedanklich komplexen Text auseinanderzusetzen.

Literatur

Im Seminar wird der Text in Übersetzung gelesen.  In Zweifelsfällen wird das englische Original der "Enquiry Concerning the Principles of Morals" herangezogen.

David Hume, Eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral, Stuttgart: Reclam 1984, 2012

Es gibt auch eine Reihe weiterer Übersetzungen ins Deutsche, die sämtlich benutzt werden können.

Zur Frage, warum Hume den Text als sein bestes Buch bezeichnete, habe ich einen Aufsatz veröffentlicht, der auf meiner Homepage und auch online zugänglich ist:

W. Kienzler, Hume's Best Book (2018)

 

 

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Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2020 gefunden:
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