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Solidarität! Zur Normativität, Kritik und Theorie des Konzepts - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer 172498 Kurztext
Semester WS 2019 SWS 2
Teilnehmer 1. Platzvergabe 30 Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe 30
Rhythmus keine Übernahme Studienjahr
Credits für IB und SPZ
E-Learning-Plattform Moodle  
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Zur Zeit keine Belegung möglich
Abmeldefrist derzeit keine Abmeldung von zugelassenen Lehrveranstaltungen möglich
Termine Gruppe: 0-Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson (Zuständigkeit) Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe
Einzeltermine anzeigen Mi. 12:00 bis 14:00 Einzel-V. 18.12.2019 bis
18.12.2019
Zwätzengasse 9a - Z3   findet statt  
Einzeltermine anzeigen kA. 08:00 bis 18:00 Block+SaSo 18.01.2020 bis
19.01.2020
Carl-Zeiß-Straße 3 - SR 224   findet statt  
Einzeltermine anzeigen kA. 09:00 bis 18:00 Block+SaSo 01.02.2020 bis
02.02.2020
Carl-Zeiß-Straße 3 - SR 221   findet statt  
Gruppe 0-Gruppe:



Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Heindl, Alexander verantwortlich
Stüber, Karolin-Sophie verantwortlich
Zuordnung zu Einrichtungen
Institut für Philosophie
Inhalt
Kommentar

„Vorwärts und nicht vergessen,
worin unsere Stärke besteht!
Beim Hungern und beim Essen,
vorwärts und nie vergessen: die Solidarität!”

(Bertolt Brecht, Solidaritätslied)

Der Refrain des von Bertolt Brecht zwischen 1929 und 1931 gedichteten Solidaritätslieds beschwört die vielfältigen Hoffnungen, die mit dem Konzept der Solidarität verbunden werden. Metaphorisch gesprochen gilt insbesondere in der Gegenwart: Quer über das politische Spektrum hinweg stimmen Akteur*innen in das Loblied auf die Solidarität mit ein. Doch welches theoretisches wie praktisches Potential wohnt dem in der Theoriebildung so lange vernachlässigten Konzept der Solidarität inne?

Die aktuelle Thematisierung von Solidarität kann als Antwort auf als krisenhaft wahrgenommene gesellschaftliche Ereignisse und Prozesse verstanden werden: Von der fortschreitenden Prekarisierung bestimmter Bevölkerungsgruppen, dem Unbehagen an einer neoliberal verfassten Weltwirtschaft bis hin zu einem drohenden Zerfall der Europäischen Union. Vor dem Hintergrund einer globalisierten Dynamik des Wandels prägten sich in jüngster Vergangenheit unterschiedliche Praktiken der Solidarität aus, in deren Kontexten Menschen kollektive Handlungsformen einer kooperativen Verbundenheit entwickeln, die oftmals transnationalen Charakter haben. Die verschiedenen wissenschaftlichen Ansätze, die sich mit Solidarität befassen, implizieren dabei sowohl unterschiedliche Konzeptionen von Solidarität als auch verschiedene Formen ihrer Reflexion, Kritik, Normativität und Reichweite.

In unserem Blockseminar wollen wir unterschiedliche Ansätze, Perspektiven und Fragen kritisch diskutieren: Inwiefern grenzen verschiedene Konzeptionen von Solidarität sich ab gegenüber anderen normativen Konzepten wie Gerechtigkeit, Altruismus, humanitärer Hilfe etc.? Wer kann mit wem solidarisch sein, welcher Voraussetzungen bedarf es dazu und worin bestehen die Grenzen der Solidarität? Welche Rolle spielen solidarische Praktiken im Kontext praktizierter Demokratie? Lassen sie sich als Modus der Kritik begreifen – und wie lassen sie sich selbst kritisieren? Wie konstituiert sich ein solidarisches „Wir” und wer sind „die Anderen”? Stiftet Solidarität Einheit oder fragmentiert sie Gesellschaften? Wie lässt sich Solidarität im Spannungsfeld von Exklusion und Inklusion verstehen?

Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WS 2019 , Aktuelles Semester: WiSe 2020/21

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