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Eugenik, Zwangssterilisation und Krankenmord: Geburtenpolitik und Medizinverbrechen im Nationalsozialismus - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer 159850 Kurztext
Semester SS 2019 SWS 4
Teilnehmer 1. Platzvergabe 20 Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe 20
Rhythmus keine Übernahme Studienjahr
Credits für IB und SPZ
E-Learning-Plattform
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Zur Zeit keine Belegung möglich
Abmeldefristen A1 - Belegung ohne Abmeldung    18.02.2019 09:00:00 - 01.04.2019 07:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung nur durch den Dozenten möglich.
A2 - Belegung mit Abmeldung 2 Wochen    01.04.2019 08:00:00 - 23.04.2019 23:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung auch durch den Teilnehmer möglich.
A3 - Belegung ohne Abmeldung    24.04.2019 00:00:01 - 19.08.2019 07:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung nur durch den Dozenten möglich.
Termine Gruppe: 0-Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson (Zuständigkeit) Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe
Einzeltermine anzeigen Mi. 14:00 bis 16:00 w. 10.04.2019 bis
10.07.2019
Fürstengraben 1 - SR 219 Birke, Roman Dr. phil. ( verantwortlich ) findet statt

Seminar

 
Einzeltermine anzeigen Do. 08:00 bis 10:00 w. 11.04.2019 bis
11.07.2019
Fürstengraben 1 - SR 223 Birke, Roman Dr. phil. ( verantwortlich ) findet statt

Tutorium

 
Gruppe 0-Gruppe:



Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Birke, Roman , Dr. phil. verantwortlich
Zuordnung zu Einrichtungen
Historisches Institut
Inhalt
Kommentar

Kurz nachdem die Nationalsozialisten im Januar 1933 an die Macht gekommen waren, legalisierten sie die Zwangssterilisation von als erbkrank klassifizierten Menschen. Diese schnelle Umsetzung von bereits vor 1933 vorhandenen eugenischen Vorstellungen, die eine Verbesserung der Bevölkerung durch eine selektive Geburtenpolitik erreichen wollten, unterstreicht die Bedeutung, die die Nationalsozialisten der Eugenik bereits in der Frühphase des Regimes beimaßen. Dabei unterschieden sie zwischen „lebenswertem“ und „lebensunwertem“ Leben. Im nationalsozialistischen Krankemord, der euphemistisch als „Euthanasie“ bezeichnet wurde, kamen ähnliche Kategorien zur Anwendung, wenngleich die Motive und die Radikalität der Vorgehensweise von den eugenischen Eingriffen zu unterscheiden sind. Während der sogenannten Aktion T4 wurden alleine zwischen 1940 und 1941 um die 70.000 psychisch und körperlich kranke Menschen in sechs zentralisierten Tötungsanstalten ermordet.

Das Seminar bietet eine Einführung in die Etablierung des nationalsozialistischen Regimes und beschäftigt sich im Anschluss daran mit nationalsozialistischer Geburtenpolitik ab 1933. Begleitet werden diese Darstellungen durch die Behandlung ausgewählter eugenischer Gesetze in den USA, Japan, Schweden oder Südafrika. Dadurch wird die Spezifik nationalsozialistischer Geburtenpolitik in einem internationalen Vergleich herausgearbeitet. Im Anschluss wird diskutiert, wie der Krankenmord in die Geschichte nationalsozialistischer Medizinverbrechen einzuordnen ist.

Einführende Literatur: Frei, Norbert: Der Führerstaat. Nationalsozialistische Herrschaft 1933 bis 1945, München 2013; Eckart, Wolfgang Uwe: Medizin in der NS-Dikatur. Ideologie, Praxis, Folgen, Köln/Wien 2012; Rotzoll, Maike u.a. (Hg.): Die nationalsozialistische „Euthanasie“-Aktion „T 4“ und ihre Opfer. Geschichte und ethische Konsequenzen für die Gegenwart, Paderborn 2010.

Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SS 2019 , Aktuelles Semester: WiSe 2019/20

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