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ONLINE PLUS: Frühe Holocaustforschung – Quellen, Methoden und Akteur*innen - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar/Übung Langtext
Veranstaltungsnummer 186988 Kurztext
Semester SS 2021 SWS 2
Teilnehmer 1. Platzvergabe 20 Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe 20
Rhythmus keine Übernahme Studienjahr
Credits für IB und SPZ
E-Learning
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Zur Zeit keine Belegung möglich
Abmeldefristen A1 - Belegung ohne Abmeldung    22.02.2021 09:00:00 - 06.04.2021 07:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung nur durch den Dozenten möglich.
A2 - Belegung mit Abmeldung 2 Wochen    06.04.2021 08:00:00 - 26.04.2021 23:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung auch durch den Teilnehmer möglich.
A3 - Belegung ohne Abmeldung    27.04.2021 00:00:01 - 23.08.2021 07:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung nur durch den Dozenten möglich.
Termine Gruppe: 0-Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson (Zuständigkeit) Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe
Einzeltermine anzeigen Do. 14:00 bis 16:00 w. 15.04.2021 bis
15.07.2021
  Schuch, Daniel Dr. ( verantwortlich ) findet statt  
Gruppe 0-Gruppe:



Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Schuch, Daniel , Dr. verantwortlich
Zuordnung zu Einrichtungen
Historisches Institut
Inhalt
Kommentar

Die Erforschung des NS-Massenmords an den Jüdinnen und Juden begann nicht erst – wie lange kolportiert wurde – in den 1960er oder 1970er Jahren, sondern bereits unmittelbar nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges in (Ost-)Europa. Von den 1940er bis in die 1960er Jahre entwickelte sich ein Netzwerk aus Einzelpersonen und Organisationen, die das Gesellschaftsverbrechen dokumentierten, interpretierten und zu dessen gesellschaftlicher und juristischer Aufklärung beitrugen.

In der Übung werden verschiedene Akteur*innen, Organisationen und deren Methodik in den Blick genommen, um die Pionierforschungen der ersten Generation der Holocaustforschung besser zu begreifen. Die Bedeutung der Jüdischen Historischen Kommissionen in Europa und den aus Ihnen hervorgegangenen „Survivor Scholars“ (Natalia Aleksiun) sowie frühe Studien von internationalen Forscher*innen wie Filip Friedman, Rachel Auerbach, Léon Poliakov, Joseph Wulf oder Raul Hilberg werden vorgestellt und gesellschaftskritisch kontextualisiert. Verschiedene Überlieferungen, von schriftlichen und mündlichen Interviews über Memoiren und wissenschaftlichen Studien, werden in der Übung quellenkritisch erschlossen. Welche Rolle spielte die jüdische Perspektive in der internationalen Auseinandersetzung mit dem Holocaust in Europa, Israel und den USA? Wie wurde der NS-Massenmord als Thema der Zeitgeschichte verhandelt und welche Kontroversen prägten die frühe Forschung bis in die 1970er Jahre?

Literatur: David Bankir, Dan Michman (Hrsg.): Holocaust Historiography in Context. Emergence, Challenges, Polemics and Achivements, Jerusalem 2008; Orna Kenan: Between Memory and History. The Evolution of Israeli Historiography of the Holocaust, 1945–1961, New York ua. 2003; Nicolas Berg: Der Holocaust und die westdeutschen Historiker. Erforschung und Erinnerung, Göttingen 2003; Regina Fritz, Éva Kovács, Béla Rásky (Hrsg.): Als der Holocaust noch keinen Namen hatte / Before the Holocaust had its Name. Zur frühen Aufarbeitung des NS-Massenmordes an Jüdinnen und Juden / Early Confrontations of the Nazi Mass Murder of the Jews, Wien 2016; Hans-Christian Jasch, Stephan Lehnstaedt (Hrsg.): Verfolgen und Aufklären: Die erste Generation der Holocaustforschung – Crimes Uncovered: The First Generation of Holocaust Researchers, Berlin 2019; Stephan Lehnstaedt, Robert Traba (Hrsg.): Die „Aktion Reinhardt“. Geschichte und Gedenken. Berlin 2019; Kata Bohus, Atina Grossmann, Werner Hanak und Mirjam Wenzel (Hrsg.): Our Courage – Jews in Europe 1945–48, Oldenbourg 2020.

Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SS 2021 , Aktuelles Semester: WiSe 2021/22

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