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ONLINE: Menschenrechte und Humanitarismus im 19. und 20. Jahrhundert - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Vorlesung Langtext
Veranstaltungsnummer 140289 Kurztext
Semester WS 2020 SWS 2
Teilnehmer 1. Platzvergabe 100 Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe 100
Rhythmus Jedes Semester Studienjahr
Credits für IB und SPZ
E-Learning-Plattform Moodle  
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Zur Zeit keine Belegung möglich
Abmeldefristen A1 - Belegung ohne Abmeldung    31.08.2020 09:00:00 - 21.10.2020 07:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung nur durch den Dozenten möglich.
A2 - Belegung mit Abmeldung 2 Wochen    21.10.2020 08:00:00 - 16.11.2020 23:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung auch durch den Teilnehmer möglich.
A3 - Belegung ohne Abmeldung    17.11.2020 00:00:01 - 22.02.2021 07:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung nur durch den Dozenten möglich.
Termine Gruppe: 0-Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson (Zuständigkeit) Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe
Einzeltermine anzeigen Di. 16:00 bis 18:00 w. 03.11.2020 bis
09.02.2021
  Weinke, Annette, Privatdozent Dr. phil. habil. ( verantwortlich ) findet statt  
Gruppe 0-Gruppe:



Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Weinke, Annette, Privatdozent, Dr. phil. habil. verantwortlich
Zuordnung zu Einrichtungen
Historisches Institut
Inhalt
Kommentar

Bis vor wenigen Jahren waren die Geschichte der Menschenrechte und des Humanitarismus noch keine bedeutenden Gegenstände der Geschichtswissenschaft. Dies hat sich inzwischen grundlegend geändert. Mit der wachsenden Europäisierung, Globalisierung und Kosmopolitisierung des historischen Wissens und dem so genannten memory boom als Phänomen der „Zweiten Moderne” haben sich die Menschenrechte und der mit ihnen verwandte, aber nicht identische Humanitarismus inzwischen zu wichtigen Leitkategorien für die Erforschung sozialer und kultureller Utopien im 19. und 20. Jahrhundert entwickelt. Als Querschnittsthemen eignen sie sich dazu, die Entstehung und Zirkulation transnationaler Ideen ebenso zu untersuchen wie das Aufkommen grenzüberschreitender Institutionen und Akteure. Auch wenn die Menschenrechte heute vorwiegend als Faktor der internationalen Politik wahrgenommen werden, sind die Bedingungen ihres Aufstiegs vielfach in lokalen und regionalen Konflikten zu suchen. Die Tatsache, dass in bestimmten historischen Momenten mehr und mehr Protagonisten öffentlichkeitswirksam auf die Sprache des Rechts, der Moral und der Menschlichkeit zurückgriffen, trug daher mitunter dazu bei, konkurrierende Konzepte wie „Solidarität” oder „Frieden” in den Hintergrund zu rücken. Die Vorlesung hat sich zum Ziel gesetzt, die Emergenz der Menschenrechte als globaler Leitkategorie anhand solcher historischer Momente und über einen längeren Zeitraum hinweg zu verfolgen. Behandelt werden unter anderem Themen wie die Anti-Sklaverei-Bewegung, Menschenrechtsdiskurse im Umfeld des Völkerbunds und der Vereinten Nationen sowie die Verwendung der Menschenrechte für den anti-imperialen, anti-rassistischen Befreiungskampf durch Kräfte der „Dritten Welt” im Zuge der Dekolonisierung. Dabei geht es nicht um eine triumphalistische Erfolgsgeschichte westlich konnotierter Ideen, sondern um die Offenlegung von Vieldeutigkeiten und Ambivalenzen eines prinzipiell offenen Konzepts.

Klausurtermin: 9.2.2021, 16-18 Uhr

Einführende Literatur: Norbert Frei/Annette Weinke, Toward a New Moral World Order? Menschenrechtspolitik und Völkerrecht seit 1945, Göttingen 2013; Lasse Heerten, Menschenrechte und Neue Menschenrechtsgeschichte, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 31.01.2017, http://docupedia.de/zg/Heerten_menschenrechte_v1_de_2017

Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WS 2020 , Aktuelles Semester: SoSe 2021

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