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Ursachen gewaltsamer Konflikte - warum kommt es zu Krieg? - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer 173023 Kurztext
Semester SS 2020 SWS 2
Teilnehmer 1. Platzvergabe 25 Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe 25
Rhythmus keine Übernahme Studienjahr
Credits für IB und SPZ
E-Learning-Plattform Moodle  
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Zur Zeit keine Belegung möglich
Abmeldefristen A1 - Belegung ohne Abmeldung    17.02.2020 09:00:00 - 27.04.2020 07:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung nur durch den Dozenten möglich.
A2 - Belegung mit Abmeldung 2 Wochen    27.04.2020 08:00:00 - 18.05.2020 23:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung auch durch den Teilnehmer möglich.
A3 - Belegung ohne Abmeldung    19.05.2020 00:00:01 - 17.08.2020 07:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung nur durch den Dozenten möglich.
Termine Gruppe: 1-Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson (Zuständigkeit) Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe
Einzeltermine anzeigen Do. 16:00 bis 18:00 w. 16.04.2020 bis
16.07.2020
Carl-Zeiß-Straße 3 - SR 317   findet statt  
Gruppe 1-Gruppe:



Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Biermann, Rafael, Universitätsprofessor, Dr. phil. verantwortlich
Zuordnung zu Einrichtungen
Institut für Politikwissenschaft
Inhalt
Kommentar

Was ist es, dass dazu führt, dass gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen und innerhalb von Staaten zum leidvollen Wesensmerkmal internationaler Politik gehört? Warum brechen immer wieder Kriege aus, warum brechen dieselben Konflikte immer wieder gewaltsam aus und warum gelingt es der Menschheit nicht sie zu befrieden, trotz aller wohlmeinenden Anstrengungen? Diese Fragen haben schon die Gründer unserer Disziplin beschäftigt, die 1919 in Versailles zusammenkamen, um nach der Katastrophe des Ersten Weltkrieges allem Krieg ein Ende zu setzen. Der Zweite Weltkrieg folgte nur 21 Jahre später.

 Wer Wege aus dem Krieg finden will, muss dessen Ursachen verstehen. Nur leider ist es uns trotz bester und intensivster Forschung klügster Köpfe seit 1919 nicht gelungen, den Krieg aus dem internationalen Leben zu verbannen. Mehr noch, bei jedem Konflikt konkurrieren vielfach diverse politische und wirtschaftliche Erklärungen in Politik, Gesellschaft und Wissenschaft, die für sich Deutungshoheit beanspruchen. Dabei ist es der Wissenschaft nicht gelungen, eine Theorie aufzustellen, die den großen Facettenreichtum der Wege in den Krieg überblicken, ordnen und erklären kann. Stattdessen existieren vielfältige, ebenfalls konkurrierende Erklärungen nebeneinander, und in jedem neuen Krieg liegen die Ursachen anders. Dennoch gibt es bei aller Einmaligkeit wiederkehrende Muster: Phänomene wiederholen sich, die gemeinsame Erklärungen erlauben. Wer diese Muster kennt, kann Konflikte besser verstehen und einordnen. Er führt mit sich ein Portfolio möglicher Erklärungen, die er auf konkrete Konflikte anwenden kann. Sein geübtes Auge sieht, was andere nicht sehen. Das Seminar dient dazu, einige der gängigsten dieser wiederkehrenden Erklärungen zu identifizieren, zu verstehen und auf einzelne Fälle anzuwenden.

 Wir werden die wichtigsten Erklärungen anhand der Großtheorien der internationalen Beziehungen, die Sie in der parallel stattfindenden Vorlesung kennenlernen, Schritt für Schritt erarbeiten. Da wir Corona-bedingt nicht wissen, wie das Semester verläuft, werden wir sehr flexibel vorgehen – viel in Eigenarbeit, aber auch möglichst viel interaktiv, v.a. in Kleingruppen; ohne Referate, dafür alternative Paper, die das Gelesene eigenständig reflektieren.

 

Literatur

 

  • Brown, Michael E. et al. (Hrsg., 2001), Nationalism and Ethnic Conflict, Cambridge, MA: MIT Press, 2. Auflage.

  • Crocker, Chester A./Hampson, Fen Osler/Hall, Pamela (Hrsg., 2007), Leashing the Dogs of War. Conflict Management in a Divided World, Washington, D.C.: United States Institute of Peace.

  • Daase, Christopher (2003), Krieg und politische Gewalt: Konzeptionelle Innovation und theoretischer Fortschritt, in: Hellmann, Gunther/Wolf, Klaus Dieter/Zürn, Michael (Hrsg.), Die neuen Internationalen Beziehungen. Forschungsstand und Perspektiven in Deutschland. Baden-Baden: Nomos, 161-208.

  • Fearon, James D. (1995), Rationalist Explanations for War, in: International Organization, 49:3, 379-414.

  • Midlarsky, Manus I., Hg. (1989, 2000 und 2009), Handbook of War Studies I-III, Chicago: The University of Michigan Press.

  • Rotberg, Robert I. / Rabb, Theodore K. (Hrsg., 2009), The Origin and Prevention of Major Wars, Cambridge: Cambridge University Press.

  • Vasquez, John A. (1993), The War Puzzle, Cambridge: Cambridge University Press.

  • Vasquez, John A. (Hrsg.2012), What Do we Know About War? Lanham, Maryland: Rowman & Littlefield, 2. Auflage.

  • Williams, Paul D. (2008), Security Studies: An Introduction, London: Routledge.

Bemerkung

Wer die erste Sitzung der Lehrveranstaltung versäumt, ohne sich vorher schriftlich oder persönlich zu entschuldigen, kann den Anspruch auf einen Platz in der LV verlieren, wenn es mehr Interessenten als Plätze gibt. Dies gilt ungeachtet der Platzzuweisung durch Friedolin und ist im Einklang mit der grundsätzlichen Aufhebung der Anwesenheitspflicht.

Voraussetzungen

Statt Referaten als seminarbegleitende Leistung erarbeiten Sie sukzessive eine grafische Darstellung der zentralen Konfliktursachen. Am Ende des Seminar folgt eine Hausarbeit, deren Format wir abhängig vom Verlauf des Seminars festlegen. Vorbereitung anhand der vorgegebenen Lektüre wird erwartet. Die Sitzungen finden teilweise online statt, vielfach durch wöchentliche Aufgabenstellungen und in Kleingruppen.

Zielgruppe

B.A.-Studierende im Basismodul. Ein Besuch meiner Vorlesung „Einführung in die internationalen Beziehungen“ parallel zum Seminar wird sehr angeraten.

Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SS 2020 , Aktuelles Semester: WiSe 2020/21

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