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Im Schatten von Markt und Staat: Informelle Ökonomien und Gesellschaftsbilder II [Fortsetzung] - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Lehrforschungsprojekt Langtext
Veranstaltungsnummer 120173 Kurztext
Semester WS 2019 SWS 4
Teilnehmer 1. Platzvergabe 15 Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe 20
Rhythmus Jedes Semester Studienjahr
Credits für IB und SPZ
E-Learning-Plattform Moodle  
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Standardbelegung Wintersemestersemester 2019/20 ab dem 19.08.2019
Abmeldefristen A1 - Belegung ohne Abmeldung    19.08.2019 09:00:00 - 07.10.2019 07:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung nur durch den Dozenten möglich.
A2 - Belegung mit Abmeldung 2 Wochen    07.10.2019 08:00:00 - 28.10.2019 23:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung auch durch den Teilnehmer möglich.
A3 - Belegung ohne Abmeldung    29.10.2019 00:00:01 - 17.02.2020 07:59:59    aktuell
Nach Zulassung ist eine Abmeldung nur durch den Dozenten möglich.
Termine Gruppe: 0-Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson (Zuständigkeit) Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe
Einzeltermine anzeigen Di. 10:00 bis 14:00 w. 15.10.2019 bis
04.02.2020
Carl-Zeiß-Straße 3 - SR 206   findet statt   20
Gruppe 0-Gruppe:



Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Haubner, Tine , Dr. verantwortlich
Module / Prüfungen
Modul Prüfungsnummer Titel VE.Nr. Veranstaltungseinheit
BASOZ 51 Lehrforschung
P-Nr. : 102151 Lehrforschung: Hausarbeit oder schriftliche Ersatzleistung
102153 Lehrforschung: Seminar
BASOZ 1.6 Lehrforschung
P-Nr. : 11071 Lehrforschung Hausarbeit
11072 Lehrforschung Seminar
Zuordnung zu Einrichtungen
Institut für Soziologie
Inhalt
Kommentar

Die informelle Ökonomie oder Schattenwirtschaft bildet jenen Teil der Wirtschaft, in dem irreguläre, unbezahlte, unversicherte, diskontinuierliche Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse sowie „alle wirtschaftlichen Tätigkeiten, die nicht von der amtlichen Statistik erfaßt und damit den Regelungs- und Revenueansprüchen des Staates entzogen sind“ beheimatet sind (Evers 1987: 353). Die Wirtschaftswissenschaften aber auch die Soziologie haben die informelle Ökonomie, nebst informellen Märkten und informeller Arbeit seit den 1970er Jahren überwiegend im Kontext von Ländern der sogenannten „Dritten Welt“ analysiert. Die Forschung zu informeller Ökonomie in den Kontexten „entwickelter“ frühindustrialisierter Länder ist noch vergleichsweise jung (vgl. Marcelli et al. 2010). Die Ausgangsannahme der Lehrforschung lautet, dass verschiedene Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit darauf hindeuten, dass informelle Ökonomien und informelle Arbeit im Schatten von Arbeitsmarkt und Wohlfahrtsstaat auch hierzulande an Bedeutung gewinnen. Zu einer „Globalisierung der Unsicherheit“ (Altvater/Mahnkopf 2002) trägt im Kontext der Bundesrepublik nicht nur die Expansion eines prekären Niedriglohnsektors, sondern auch die Zunahme irregulärer Arbeit im Kontext personen- und haushaltsbezogener Sorge-Dienstleistungen sowie die politische Stärkung bürgerschaftlichen Engagements bei. Nicht zuletzt zeugt auch die Vielzahl an Initiativen und Projekten aus dem Bereich der Alternativökonomien, Commons-Bewegung oder Sharing-Economy vom wachsenden Interesse einer selbstbestimmten wirtschaftlichen Versorgung jenseits von Markt und Staat (vgl. Helfrich et al. 2012).

Die Lehrforschung verfolgt ein doppeltes Forschungsinteresse: Interessant ist nicht nur, was soziale Akteure in der informellen Ökonomie tun, sondern auch, welche Motive sie damit verbinden und welche gesellschaftliche Bedeutung sie ihrem Tun beimessen. Zu diesem Zweck werden wir uns im Sommersemester 2019, zunächst theoretisch, mit verschiedenen Formen informellen Wirtschaftens sowie den Grundlagen qualitativer Sozialforschung vertraut machen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf qualitativen Interviewmethoden, Feldprotokollen und der Einführung in das Forschungsparadigma der Grounded Theory. In den Sommerferien beginnt anschließend die eigenständige Durchführung qualitativer Interviews durch die Teilnehmenden. Zu den Untersuchungsthemen könnten beispielsweise Nachbarschaftshilfe, freiwilliges Engagement, häusliche Eigenarbeit oder kollektive Initiativen wie Urban Gardening, Commons-Projekte oder alternative Tauschzirkel gehören. Die Interviews werden dann im Wintersemester 2019/20 in intensiver Gruppenarbeit qualitativ ausgewertet und die Erstellung des Lehrforschungsberichtes vorbereitet.

 

Leistungsnachweis

Forschungsbericht/HA

Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2019/20 gefunden:
BASOZ 51 Lehrforschung  - - - 2

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