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Prüfungsnummer 346740
Studienabschluss [47] - Master M.A.
Studiengang [149] - Soziologie
Prüfungsversion [-1] - besondere Verarb.
Abschnitt [G] - Grundstudium
Kurztext MASOZ34.4
Drucktext Vert. GV mod. Ges. 4
Pflichtkennzeichen [WP] - Wahlpflichtfach
Prüfungsform [G] - generiert
Prüfungsart [MO] - Modul
Art der Notengebung [G] - Berechnung nur m. 1 NachK
Inhalt und Qualifikationsziel

Das Modul bietet die Möglichkeit, Kenntnisse über die Strukturen und den Wandel von Geschlechterverhältnissen in modernen Gesellschaften zu vertiefen. In sozialen Kämpfen wird immer wieder neu die Ausformung von Geschlecht verhandelt: Dies umfasst etwa die (Re-)Organisation von betrieblichen oder familialen Geschlechterarrangements, aber auch die duale Verfasstheit von Geschlecht als männlich – weiblich wie etwa aktuell die Debatte um die Aufnahme einer dritten Geschlechtskategorie (divers) ins Personenstandsregister zeigt. Das Modul bettet diese Verhältnisse intersektional ein und greift dafür auf die feministischen, postkolonialen, marxistischen und poststrukturalistischen Debatten der vergangenen Jahrzehnte zurück. Es ermöglicht zudem eine Auseinandersetzung mit den aktuellen internationalen Debatten um die Konzeptualisierung der Kategorie Geschlecht, die auch das Verhältnis von Geschlecht, Leib und Körper umfasst. Die Zweigeschlechtlichkeit wird als ein kulturelles System verstanden, das Geschlecht naturalisiert und einen normativen Gehalt entfaltet. Neben der theoretisch-konzeptionellen Dimension bietet das Modul eine empirisch fundierte Analyse der aktuellen Transformationsprozesse im Geschlechterverhältnis. Ein Schwerpunkt bildet die Krise der sozialen Reproduktion, die mit der Umstrukturierung des Fürsorgeregimes verbunden ist. Analysiert wird, wie in neoliberalen kapitalistischen Gesellschaften Sorge(-arbeit) reorganisiert wird und wie sie in eine internationale Arbeitsteilung eingebunden ist. Weitere Schwerpunkte sind die Transformation des Erwerbssystems und des Wohlfahrtsstaates, Verschiebungen und Umbrüche im Bildungssystems, die Pluralisierung von Lebens- und Liebesformen, erkenntnistheoretische Aspekte der Grenzziehung zwischen Natur und Kultur. Untersucht werden die Wechselwirkungen zwischen diesen Aspekten und den Geschlechterverhältnissen. Das Verhältnis von Theorie und Praxis hat in der Geschlechterforschung eine lange konfliktreiche Geschichte. Der Blick richtet sich auch auf die Frage, wie theoretische Debatten und empirische Forschungsergebnisse im Sinne einer öffentlichen Soziologie in die Gesellschaft transferiert werden und wie sich Geschlechterforscher*innen an gesellschaftlichen Transformationsprozessen aktiv beteiligen können.

Lehr- und Lernformen

Seminar I

Seminar II

Lehr- und Prüfungssprache

Deutsch/Englisch

Voraussetzungen für die Teilnahme

--

Verwendbarkeit des Moduls

--

Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten

Schriftliche Leistung (konkrete Anforderungen werden zu Beginn von den Dozierenden bekannt gegeben) oder mündliche Prüfung.

Im Falle einer Wiederholungsprüfung kann die Prüfungsform variieren.

Es gilt, dass die Prüfungsvorleistung (Voraussetzung für die Zulassung zur Modulprüfung) kein Bestandteil der Modulprüfung ist.

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