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Lehrangebot Dubnow-Institut - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Beratung Langtext
Veranstaltungsnummer 154047 Kurztext LDI
Semester SS 2021 SWS 2
Teilnehmer 1. Platzvergabe 0 (manuelle Platzvergabe) Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe 20
Rhythmus Jedes Semester Studienjahr
Credits für IB und SPZ 10
E-Learning-Plattform
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Zur Zeit keine Belegung möglich
Abmeldefrist derzeit keine Abmeldung von zugelassenen Lehrveranstaltungen möglich

Zuordnung zu Einrichtungen
Historisches Institut
Inhalt
Kommentar

Lehrveranstaltungen des Dubnow-Instituts im Sommersemester 2021

 

Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow

Bachelor of Arts Geschichte

03-HIS-0218

Wahlpflichtmodul

offen für Wahlbereich

Geschichte der Juden in der Neuzeit

 

(Zum Modul gehören zwei Seminare, die aus den drei angebotenen ausgewählt werden können; insgesamt 4 Semesterwochenstunden.)

Seminar

Zeit: Di, 11:15–12:45 Uhr, Beginn: 13.04.2021

Ort: Dubnow-Institut, Goldschmidtstr. 28; digitale Veranstaltung (ggf. mit Präsenzanteilen)

Titel: Jüdische Typografie im 19. Jahrhundert. Sozial- und kulturgeschichtliche Lektüren

 

Beschreibung: Im 19. Jahrhundert etablierte sich ein modernes jüdisches Buchwesen, das sich in vielen Aspekten auf den allgemeinen Wandel im zeitgenössischen Buchhandel zwischen Reform der Umgangsformen, zunehmender Zentralisierung und einsetzender Industrialisierung bezog. Eine besondere Rolle spielten dabei neue typografische Verfahren, die gerade die Gestaltung von Büchern in fremden Sprachen vereinfachten und zunehmend beschleunigten, die Entwicklung der modernen jüdischen Presse sowie die Herausbildung einer politisch und kulturell interessierten Öffentlichkeit. Im Seminar folgen wir den großen Entwicklungslinien im deutschsprachigen Buchhandel, indem wir autobiografische Zeugnisse der beteiligten Akteure wie jüdischer Buchdrucker, Verleger und prominenter Autoren analysieren sowie die materielle Überlieferung ausgesuchter Verlagsunternehmen rekonstruieren.

 

Literatur: Peter Fraenkel, The Memoirs of B. L. Monasch of Krotoschin, in: Leo Baeck Institute Year Book 24 (1979), 195–223; Karen Auerbach, „Verlagswesen“, in: Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur, hg. von Dan Diner, 2016, <http://dx.doi.org/10.1163/2468-2845_ejgk_COM_0970>; Kenneth B. Moss, „Printing and Publishing after 1800“, in: YIVO Encyclopedia of Jews in Eastern Europe <http://www.yivoencyclopedia.org/article.aspx/Printing_and_Publishing/Printing_and_Publishing_after_1800>. Seminartexte werden in Form eines Readers zur Verfügung gestellt.

 

Geöffnet für Seniorenstudium (nein)

Begrenzung der Teilnehmerzahl: 25.

 

Seminar

Blockveranstaltung, Beginn: 07.05.2021

Ort: Dubnow-Institut, Goldschmidtstr. 28; digitale Veranstaltung (ggf. mit Präsenzanteilen)

Titel: Ausstellen: Auschwitz – Geschichte und Wirkung

 

Beschreibung: Die Geschichte und Wirkungsgeschichte des von Deutschen in Polen errichteten Konzentrations- und Vernichtungslagers in Auschwitz prägt wie kein anderes Ereignis das 20. Jahrhundert. Auschwitz ist zum Synonym für den Holocaust selbst geworden. Die Kenntnis um den Massenmord, die juristischen Auseinandersetzungen in der unmittelbaren Nachkriegszeit in Polen und die erst mit großer zeitlicher Verzögerung einsetzende Prozesse in der Bundesrepublik Deutschland sind wie die literarische, philosophische, filmische und künstlerische Aufarbeitung alles Themen, die verdeutlichen, worin die besondere Bedeutung dieses Vernichtungs- und Konzentrationslagers bis heute liegt. Ziel des Seminars ist, eine Ausstellung zu skizzieren, die am Deutschen Historischen Museum geplant wird. Neben der Darstellung der Geschehnisse vor Ort seit der Errichtung des Lagers 1941 wird die Auseinandersetzung mit Auschwitz und seinen Folgen bis in die Gegenwart hinein behandelt.

Die Veranstaltung findet als Block am 04.06. (11:15–12:45 Uhr), 09.06. (15:15–16:45 Uhr), 11.06. (11:15–12:45 Uhr), 16.06. (15:15–16:45 Uhr) und 18.06.2021 (11:15–12:45 Uhr) statt. Voraussetzung zur Teilnahme ist die Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferats. Themen dazu werden in einer Einführungssitzung am 07.05.2021 (11:15–12:45 Uhr) vergeben.

 

Literatur und Quellen: Sybille Steinbacher, Auschwitz. Geschichte und Nachgeschichte, München 2020; Shoah, Frankreich, 1985, Regie: Claude Lanzmann; Georges Didi-Huberman, Bilder trotz allem, München 2007; Primo Levi, Ist das ein Mensch? Ein autobiographischer Bericht, München 2016 (1947); Nikolaus Wachsmann, KL: Die Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, München 2016.

 

Geöffnet für Seniorenstudium (nein)

Begrenzung der Teilnehmerzahl: 25.

 

Seminar

Marcel Müller/Momme Schwarz (SAW Leipzig)

Zeit: Mi, 11:15–12:45, Beginn: 14.04.2021

Ort: Dubnow-Institut, Goldschmidtstr. 28; digitale Veranstaltung (ggf. mit Präsenzanteilen)

Titel: Jüdische Diplomatie in der Zwischenkriegszeit – Kampf um Minderheitenrechte

 

Beschreibung: Ziel des Seminars ist die Erörterung und Vermittlung jüdischer Initiativen zur Durchsetzung und Verteidigung eines verbindlichen Minderheitenschutzsystems in Europa zwischen 1919 und 1939. Ausgehend von der Gründung des Comité des délégations juives vor der Pariser Friedenskonferenz über die Beteiligung jüdischer Delegierter am Europäischen Nationalitätenkongress zwischen 1925 und 1933 bis hin zur Gründung des World Jewish Congress im Jahre 1936 sollen entlang ausgewählter Quellen die Strategien und Forderungen zum Schutz der Juden vor ökonomischer, politischer und kultureller Ausgrenzung erarbeitet und diskutiert werden. Vermittels genauerer Betrachtung von Institutionen und Einzelpersonen werden die engmaschigen Netzwerke der jüdischen Minderheitendiplomatie der Zwischenkriegszeit erhellt; zudem wird der Frage nachgegangen, welche Möglichkeiten des Schutzes und der Rettung unter den sich zuspitzenden Bedingungen der 1930er Jahre in Ost- und Westeuropa den Juden blieben. Voraussetzung zur Teilnahme ist die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats.

 

Literatur: Dan Diner, Imperiale Residuen. Zur paradigmatischen Bedeutung transterritorialer Erfahrung für eine gesamteuropäische Geschichte, in: Daniel Weidner (Hg.), Figuren des Europäischen. Kulturgeschichtliche Perspektiven, München 2006, 259–274; Philipp Graf, Die Bernheim-Petition 1933. Jüdische Politik in der Zwischenkriegszeit, Göttingen 2008; Mark Mazower, Reiche, Völker, Minderheiten, in: Ders., Der dunkle Kontinent. Europa im 20. Jahrhundert, Frankfurt am Main 2002, 69–116; Ezra Mendelsohn, Zwischen großen Erwartungen und bösem Erwachen. Das Ende der multinationalen Reiche in Ostmittel- und Südosteuropa aus jüdischer Perspektive, in: Dittmar Dahlmann/Anke Hilbrenner (Hg.), Zwischen großen Erwartungen und bösem Erwachen. Juden, Politik und Antisemitismus in Ost- und Südosteuropa 1918–1945, Paderborn 2007, 13–30.

 

Geöffnet für Seniorenstudium (nein)

Begrenzung der Teilnehmerzahl: 25.

 

Einschreibung: Einschreibung: siehe zentraler Termin des Historischen Seminars, S. 3.

Prüfungsleistungen: Referat und Hausarbeit

 

 

Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow

Bachelor of Arts Geschichte/Master of Arts Mittlere und Neuere Geschichte

03-HIS-0312/03-HIS-0511

 

offen für Wahlbereich

Grundprobleme der jüdischen und allgemeinen Geschichte der Neuzeit

Kolloquium

Lehrform: Digital

Zeit: Do, 17:15–18:15 (14tägig)

Beginn: 15.04.2021

ohne Teilnehmerbegrenzung

Titel: American Jewish Political Thought: Transnational Varieties

 

Beschreibung: This lecture series focuses on American Jewish considerations of responsibilities for Jewish life in the United States and abroad, the specific tasks and means to meet them, and how experience and practice prompted theory. They explore articulations of American Jewry’s self-understanding and negotiations of its political role rather than the individual involvement of Jews in American politics. Concerning the diverse currents that make up American Jewish political thought, the lectures also provide opportunities to discuss how to develop integrated historiographic narratives. That implies the question of how to both adequately cope with the varieties of Jewish political programs and, at the same time, illustrate how far they operate within discursive spaces common to the plurality of American Jewry.

The lectures introduce new perspectives on the history of twentieth-century American Jewish political thought in its transnational dimension. The series is linked to and sets the stage for the Digital Annual Conference of the Dubnow Institute, in cooperation with the Goldstein-Goren Center for American Jewish History at New York University (Prof. Dr. Hasia R. Diner), conducted on June 15–16, 2021.

 

Bitte informieren Sie sich über die Referenten und die Termine auf der Internetseite des Dubnow-Instituts: http://www.dubnow.de. Die englischsprachige Veranstaltung findet digital statt. Bitte registrieren Sie sich vorab, so dass Sie einen Link zum digitalen Besprechungsraum erhalten können.

Einschreibung: siehe zentraler Einschreibtermin des Historischen Seminars.

Prüfungsleistung: Projektarbeit

 

Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2021 gefunden:

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