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ONLINE: Das Krisenmanagement der EU und OSZE im post-sowjetischen Raum - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer 180141 Kurztext
Semester WS 2020 SWS 2
Teilnehmer 1. Platzvergabe 25 Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe 25
Rhythmus keine Übernahme Studienjahr
Credits für IB und SPZ
E-Learning-Plattform Moodle   Moodle mit Gruppen  
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Zur Zeit keine Belegung möglich
Abmeldefristen A1 - Belegung ohne Abmeldung    31.08.2020 09:00:00 - 21.10.2020 07:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung nur durch den Dozenten möglich.
A2 - Belegung mit Abmeldung 2 Wochen    21.10.2020 08:00:00 - 16.11.2020 23:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung auch durch den Teilnehmer möglich.
A3 - Belegung ohne Abmeldung    17.11.2020 00:00:01 - 22.02.2021 07:59:59   
Nach Zulassung ist eine Abmeldung nur durch den Dozenten möglich.
Termine Gruppe: 1-Gruppe iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson (Zuständigkeit) Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer 2. Platzvergabe
Einzeltermine anzeigen Mi. 08:00 bis 10:00 w. 04.11.2020 bis
10.02.2021
Carl-Zeiß-Straße 3 - SR 206 Härtel, André Dr. phil. ( verantwortlich ) findet statt

Das Seminar findet wöchentlich über Zoom statt. Die Zugangsdaten hierfür erhalten die Teilnehmer vor der ersten Veranstaltung.

 
Gruppe 1-Gruppe:



Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Härtel, André , Dr. phil. verantwortlich
Zuordnung zu Einrichtungen
Institut für Politikwissenschaft
Inhalt
Kommentar

Seminarbeschreibung:

Seit dem Ende des „alten” Ost-West-Konflikts und der Auflösung des sowjetischen Imperiums vor fast drei Jahrzehnten hat sich die post-sowjetische Region nur temporär beruhigt. Neben weiter ungelösten, älteren Konflikten wie dem in Transnistrien oder um Nagorno-Karabach sorgen neue internationale und innenpolitische Dynamiken für das Wiederaufflammen (Südossetien/Abchasien) oder sogar für das Entstehen neuer Konflikte wie auf der Krim oder im Donbas. Insbesondere die westliche und südliche Flanke Russlands bestehen daher heute aus einem Flickenteppich an Konflikten.

Die internationale Gemeinschaft konnte diese Krisen lange Zeit als Begleiterscheinungen der Auflösung des ehemaligen sowjetischen Imperiums und daher als regional oder sub-regional begrenzbar behandeln. Dies hat sich seit Anfang der 2000er Jahre mit der Erweiterung von NATO und EU, dem auch hierdurch bedingten anti-westlichen Kurswechsel der russischen Außenpolitik sowie mit neuen gesellschaftlichen Dynamiken in den betreffenden Ländern entscheidend geändert. Inzwischen müssen wir daher von einer Geopolitisierung der betreffenden Konflikte sprechen, die wie die „Ukraine-Krise” seit 2014 auch zu Auseinandersetzungen zwischen Russland und dem Westen bzw. für die europäische Sicherheitsordnung an sich geworden sind.

Bei der OSZE und der EU handelt es sich um zwei sehr unterschiedliche „Konfliktmanager”. War die OSZE zu Beginn der 1990er Jahre noch Hauptinstrument der Konfliktbearbeitung im post-sowjetischen Raum ist sie seitdem, auch bedingt durch die fehlende Effektivität des kollektiven Sicherheitsansatzes, eher in den Hintergrund gerückt. Seit dem Ende der 1990er Jahre ist es verstärkt die EU, die sich im Rahmen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik jenseits ihre eigenen Territoriums um die Eindämmung und Lösung auch von post-sowjetischen Konflikten bemüht.

Im Seminar soll die Grundfrage geklärt werden wie effektiv das Krisen- und Konfliktmanagement von OSZE und EU in der postsowjetischen Region ist. Dazu werden zunächst die Charakteristika (Stichwort Akteursqualität) beider Organisationen und deren Instrumente bzw. Ansätze zum Konfliktmanagement besprochen. Darauf aufbauend werden einzelne Fallstudien besprochen und herausgearbeitet wie sich internationales Konfliktmanagement in der betreffenden Region im Zeitverlauf verändert hat, welche Erfolgsmaßstäbe hier gerechtfertigt sind und welche lokalen, internationalen, aber auch organisationsspezifischen Faktoren sich auf die Effektivität auswirken.

 

Literatur

Literatur:

Vera Axyonova, Andrea Gawrich, Regional Organizations and Secessionist Entities: Analysing Practices of the EU and the OSCE in Post-Soviet Protracted Conflict Areas, in: Ethnopolitics, Vol. 17, Nr. 4 (2018), S. 408-425.

 Sabine Fischer (Hrsg.), Nicht eingefroren! Die ungelösten Konflikte um Transnistrien, Abchaisen, Süossetien und Berg-Karabach im Lichte der Krise um die Ukraine, SWP-Studie Nr. 13, Berlin 2016. (unter: https://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/studien/2016S13_fhs.pdf)

 Maria Raquel Freire, Conflict and Security in the Former Soviet Union: The Role of the OSCE, London: Routledge, 2018.

 Gwendolyn Sasse, International Linkages and the Dynamics of Conflict: Revisiting the Post-Soviet Conflicts, in: East European Politics, Vol. 32, Nr. 3 (2016), S. 289-296.

 Richard Whitman, Stephan Wolff (Hrsg.), The European Union as a Global Conflict Manager, London: Routledge, 2012.

Bemerkung

1. Hausarbeit: 26.3.2021

2. Hausarbeit: 21.5.2021

Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WS 2020 , Aktuelles Semester: SoSe 2021

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